Datenschutz fürLogistik & Spedition —DSGVO + NIS2.
Externer Datenschutzbeauftragter für KEP, Spedition und Hafen-Logistik: Telematik, Fahrer-Daten, Subunternehmer-AVV — ab 79 €/Monat.
200+ Mandate seit 2013 betreut, davon mehrere Logistik-Unternehmen — von KEP bis Hafenlogistik
Lieber direkt sprechen? 15-Min-Termin buchen
Datenschutz- und NIS2-Risiken in der Logistik
GPS-Tracking ohne Rechtsgrundlage
Telematik, Flottenmanagement und LKW-Kameras erzeugen lückenlose Bewegungsprofile Ihrer Fahrer. Ohne Betriebsvereinbarung, DSFA und Mitarbeiterinformation drohen Klagen, Bußgelder und Auflagen der Aufsichtsbehörde.
Verkehr + KEP fallen direkt unter NIS2
KEP-Dienstleister stehen in NIS2-Anhang II („Post- und Kurierdienste“), die Hauptkette Logistik/Verkehr in Anhang I. Ab 50 Mitarbeitern oder 10 Mio. € Umsatz: Meldepflicht, Risikomanagement, persönliche Geschäftsführer-Haftung.
AVV-Chaos mit Subunternehmern
Ein typischer Mittelständler in der Spedition hat 50 bis 200 Subunternehmer und Frachtführer. Ohne ordentliche Auftragsverarbeitungsverträge (Art. 28 DSGVO) und Subunternehmer-Audits ist jeder Datenfluss ein Compliance-Risiko.
Persönliche Beratung + digitale Plattform
Sie sprechen direkt mit Nils — TÜV-zertifizierter Datenschutzbeauftragter. Die digitale Plattform übernimmt Verzeichnis, AVVs, Schulungen und Doku, damit Sie nicht in Word-Dokumenten ertrinken.
Warum Unternehmen in Bundesweit sich für frag.hugo entscheiden
Telematik & GPS DSGVO-konform
Betriebsvereinbarung, Datenschutz-Folgenabschätzung, Mitarbeiterinformation — Flottenmanagement und LKW-Kameras rechtssicher.
NIS2-Anhang-II-ready
Betroffenheitscheck KEP & Verkehr, Gap-Analyse, Umsetzungsbegleitung und Meldekette — alles aus einer Hand.
Subunternehmer-Management
AVV-Vorlagen für Frachtführer, Subunternehmer-Audit-Checklisten, Drittland-Klauseln und TIA für internationale Transporte.
Lieferketten-Audit-fit
Just-in-Time-Lieferanten von Automotive-OEMs erhalten regelmäßig 30+-seitige Audits. Wir liefern alle Nachweise.
Branchenübergreifende Fachkunde
Erfahrung aus KEP, Spedition, Hafen-Logistik, Pharma-Logistik und Gefahrgut — keine generische Beratung.
Ab 79 €/Monat
Vier transparente Tarife, monatlich kündbar, mit Berufshaftpflicht bis 500.000 €.
So starten Sie mit Ihrem externen Datenschutzbeauftragten in der Logistik
Erstgespräch
Kostenlos und unverbindlich. Wir prüfen Telematik, Subunternehmer-Struktur und NIS2-Betroffenheit Ihres Logistik-Unternehmens.
Onboarding & VVT
Plattform-Zugang, branchenspezifisches Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten (Telematik, Empfänger-Daten, Subunternehmer), AVV-Mappe für Frachtführer.
Offizielle Benennung
Wir melden uns als Ihr DSB bei der zuständigen Landesbehörde an und übernehmen den formalen Schriftverkehr.
Laufende Betreuung + NIS2
Telematik-Audit, Subunternehmer-Audits, NIS2-Roadmap (Anhang I/II), Disponenten-Schulungen und Datenpannen-Hotline.
Interner DSB vs. externer DSB in der Logistik
| Interner DSB | Empfohlen Externer DSB (frag.hugo) | |
|---|---|---|
| Branchen-Erfahrung Logistik | Muss erst aufgebaut werden | Erfahrung aus KEP, Spedition, Hafen |
| Subunternehmer-AVV (50–200) | Eigenleistung, jedes Vertragsdokument einzeln | Vorlagen + Audit-Workflow inklusive |
| Telematik-DSFA | Externes Gutachten oft nötig | Standard-Leistung im Tarif |
| NIS2-Anhang-II-Know-how | Selten vorhanden | Spezialisierung Logistik & KEP |
| Jahreskosten | ~25.000 € (Gehalt + Fortbildung) | Ab 948 € (79 €/Monat) |
| Interessenkonflikt | Risiko bei IT-/HR-Doppelrolle | Ausgeschlossen |
Klare Preise. Monatlich kündbar.
Keine Setup-Gebühr, kein Kleingedrucktes. Onboarding macht Nils oder Jens persönlich.
Lite
- Bis 15 Mitarbeiter — Self-Service
- VVT, AVV, Datenpannen, DSAR, TOMs
- Löschkonzept Basic + 3 Online-Schulungs-Module
- 50.000 € Berufshaftpflicht
- 24 Monate Mindestlaufzeit
Standard
- Bis 25 Mitarbeiter
- 12 h DSB-Beratung/Jahr mit Nils Oehmichen
- 425 VVT-Vorlagen + 50+ AVV-Vorlagen (inkl. Frachtführer-AVV)
- Hugo Check Pro · 10 Domains
- 100.000 € Berufshaftpflicht
Pro
- Bis 100 Mitarbeiter
- 24 h DSB-Beratung/Jahr · 8h-SLA
- Alle Module: DSFA, NIS2 (Anhang I + II), AI Act Datenschutz-Folgenabschätzung – erforderlich bei Verarbeitungen mit hohem Risiko für Betroffene (z. B. Videoüberwachung, Profiling, Gesundheitsdaten).
- KI-Schulungen + Phishing-Simulation
- Hugo Check Pro · 50 Domains
- 250.000 € Berufshaftpflicht
Premium
- Bis 250 Mitarbeiter
- 48 h DSB-Beratung/Jahr + Kick-Off-Workshop
- AskHugo 24/7 · M365-Sync · 4h-SLA
- Vor-Ort-Termine bundesweit Persönliche Besuche in Ihrem Unternehmen für Schulungen, Audits oder Workshops – direkt vor Ort in der Metropolregion Hamburg.
- Hugo Check Agentur unbegrenzt White-Label Professioneller PDF-Bericht mit allen Ergebnissen, Handlungsempfehlungen und Risikobewertung – perfekt zur Dokumentation oder Vorlage bei der Geschäftsführung.
- 500.000 € Berufshaftpflicht
Individuelle Beratung — ohne Vertragsbindung
Sie brauchen keinen laufenden Vertrag, sondern punktuelle Unterstützung — etwa eine Telematik-DSFA, ein NIS2-Gap-Assessment oder Hilfe bei einem Lieferanten-Audit? Wir beraten Sie auch stundenweise oder projektbasiert — ohne Mindestlaufzeit.
- Einzelstunden: 159 €/h (netto) — exakt nach Aufwand abgerechnet
- Stundenpaket z. B. 10h: 139 €/h (1.390 €) — gültig 12 Monate
- Festpreis-Projekte — z. B. Telematik-DSFA, NIS2-Gap-Analyse, Subunternehmer-Audit
- Ad-hoc-Einsätze — bei Datenpannen, Behördenanfragen, Auditdruck eines OEM-Kunden
Das sagen unsere Mandanten
„Unser größter Auftraggeber aus der Automobilindustrie hat uns ein 38-Punkte-Audit geschickt — inklusive Drittlandtransfer-Klauseln, AVV mit Subunternehmern und Telematik-DSFA. Nils und sein Team hatten die Nachweise innerhalb von zehn Tagen aufgebaut. Auftrag gerettet, NIS2-Anforderung des Kunden erfüllt.“
„Wir liefern täglich rund 4.000 Pakete aus. Bei einem Kunden gab es einen Empfänger-Daten-Leak — falsche Lieferung mit lesbarem Klarnamen plus Telefonnummer auf dem falschen Paket. frag.hugo hat innerhalb von 24 Stunden geprüft, ob meldepflichtig, die Meldung an die Aufsichtsbehörde vorbereitet und unsere Disponenten geschult. Ohne sie hätten wir die 72-Stunden-Frist gerissen.“
„Wir betreiben Container-Umschlag im Hamburger Hafen. Unsere Auftraggeber sind Reedereien, unsere Anlagen kritisch nach NIS2-Anhang I. Nils hat uns durch den Betroffenheitscheck, die Geschäftsführer-Schulung und die BSI-Meldung gebracht. Heute haben wir ein funktionierendes Risikomanagement — und nicht nur Papier.“
„Für jeden ist Datenschutz wichtig. Und für uns ist es wichtig, eine pragmatische Lösung zu finden, wie Unternehmen ihren Datenschutz umsetzen — ohne dabei den Geschäftsbetrieb einzustellen.“
Nils Oehmichen — Geschäftsführer & Datenschutzberater, frag.hugo
Externer Datenschutzbeauftragter für die Logistik — was übernimmt ein DSB?
Logistik-Unternehmen verarbeiten in jeder Minute des Tages personenbezogene Daten: GPS-Positionen von Fahrern, Lenkzeiten aus dem DigiTach, Empfängeradressen, Auftraggeber-Daten, Mitarbeiterdaten im Lager und Frachtdaten in CMR-Dokumenten. Gleichzeitig stehen Spedition, KEP-Dienste und Hafen-Logistik im direkten Fokus von NIS2 (Anhang I und II) und der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Ein externer Datenschutzbeauftragter für die Logistik-Branche übernimmt alle Aufgaben nach Art. 39 DSGVO — branchenspezifisch zugeschnitten auf Telematik, Subunternehmer-Management, Empfänger-Daten und Lieferketten-Audits.
Die zentralen Aufgaben unseres externen DSB für Logistik-Unternehmen:
- Telematik & GPS-Tracking absichern: Datenschutz-Folgenabschätzung (DSFA) für Flottenmanagement-Systeme, Erstellung der Betriebsvereinbarung mit dem Betriebsrat, Mitarbeiterinformation nach Art. 13 DSGVO und Zugriffskonzept (Disposition vs. Personalabteilung).
- Subunternehmer-AVV-Management: Master-AVV-Template für Frachtführer, zentrales Subunternehmer-Register als VVT-Anlage, Audit-Checklisten und Drittland-Klauseln (SCC + TIA) für internationale Transporte.
- Empfänger-Daten schützen: Datenminimierung in der Zustellkette, Foto-Zustellnachweise rechtssicher gestalten, Apps der Zusteller prüfen und Löschregeln nach Zustellung implementieren.
- NIS2-Anhang I + II umsetzen: Betroffenheitscheck für KEP, Spedition oder Hafen-Logistik, Geschäftsführer-Schulung, BSI-Registrierung, Risikomanagement-Prozesse und 72-Stunden-Meldekette.
- Beschäftigtendatenschutz im Lager: Videoüberwachung, Pick-by-Voice mit Leistungsmessung, Foto-Werker-Identifikation und Zutrittssysteme — alles nach § 26 BDSG bewerten.
- Datenpannen-Hotline: Triage in den ersten Stunden, Behördenmeldung nach Art. 33 DSGVO innerhalb der 72-Stunden-Frist, paralleles BSI-Reporting bei NIS2-Vorfällen und Kommunikation mit OEM-Auftraggebern.
Wir kombinieren persönliche Beratung durch zertifizierte Datenschutzexperten mit einer digitalen Plattform: VVT-Vorlagen für Telematik, Empfänger-Daten und Subunternehmer-Verarbeitungen, AVV-Mappe für Frachtführer, branchenspezifisches Löschkonzept (10-Jahres-Aufbewahrungspflichten aus HGB/AO sauber mit Sperr- statt Löschphasen abbilden) sowie revisionssichere Schulungsnachweise über Hugo Learn.
Wer in der Logistik muss einen Datenschutzbeauftragten benennen?
Nach § 38 BDSG sind Unternehmen verpflichtet, einen Datenschutzbeauftragten zu bestellen, wenn in der Regel mindestens 20 Personen ständig mit der automatisierten Verarbeitung personenbezogener Daten beschäftigt sind. In der Logistik-Branche ist diese Schwelle praktisch immer überschritten — Disponenten, Lagermitarbeiter mit Pick-by-Voice oder MDE-Geräten, Buchhaltung und HR zählen alle mit. Zusätzlich gelten unabhängig von der Mitarbeiterzahl folgende Pflicht-Trigger:
- Regelmäßige systematische Überwachung nach Art. 37 Abs. 1 lit. b DSGVO — bei GPS-Tracking, LKW-Innenraum-Kameras oder Pick-by-Voice mit Leistungsmessung ist dieser Tatbestand erfüllt.
- Umfangreiche Verarbeitung besonderer Kategorien — relevant z. B. bei Pharma-Logistik (Gesundheitsdaten in Cool-Chain-Daten), bei Gefahrgut-Logistik (manchmal Gesundheitsdaten der Fahrer) oder bei Speziallogistik für Kliniken.
- DSFA-pflichtige Verarbeitungen nach Art. 35 DSGVO — Telematik und Flottenmanagement stehen auf der „Muss-Liste“ der Aufsichtsbehörden.
Wer trotz Pflicht keinen Datenschutzbeauftragten benennt, riskiert ein Bußgeld nach Art. 83 DSGVO (bis 10 Mio. € oder 2 % des weltweiten Jahresumsatzes). In der Praxis ist die fehlende DSB-Benennung außerdem ein Punkt, der bei Lieferanten-Audits durch Automotive-OEMs sofort als kritischer Mangel auftaucht — und Just-in-Time-Verträge gefährden kann.
Logistik-spezifische DSGVO-Risiken — Detail-Walkthrough
Anders als in vielen anderen Branchen verteilen sich die Datenschutz-Risiken in der Logistik auf mehrere parallele Verarbeitungsstränge — Fahrer, Lager, Disposition, Subunternehmer, Empfänger, Auftraggeber. Folgende Risikoschwerpunkte sehen wir in praktisch jedem Mandat:
1. Telematik und GPS-Tracking. Fast jeder moderne LKW hat ein Telematik-System, das Position, Geschwindigkeit, Bremsverhalten, Lenkzeiten und oft auch Pausenzeiten erfasst. Ohne Betriebsvereinbarung, DSFA und sauberes Zugriffskonzept ist das eine systematische Mitarbeiter-Überwachung mit hohem Bußgeld-Risiko. Mehrere Aufsichtsbehörden haben in den letzten Jahren Logistik-Unternehmen mit Bußgeldern im fünf- bis sechsstelligen Bereich belegt, weil Telematik-Daten nicht zwischen Disposition und Personalabteilung getrennt waren — die Personalabteilung griff auf Bewegungsprofile zu, um Pausenzeiten zu kontrollieren.
2. LKW-Innenraum-Kameras und Dashcams. Innenraum-Kameras mit Fahrerblick sind nach Rechtsprechung in der Regel unzulässig. Erlaubt sind in engen Grenzen: anlassbezogene Aufzeichnungen (Crash-Sensor), Außenkameras zur Verkehrssicherheit und Ringspeicher-Lösungen mit Sekunden- bis Minuten-Vorhalt. Eine permanente Innenraum-Aufzeichnung führt zur Bußgeld-Eskalation, sobald ein Fahrer Beschwerde einlegt.
3. Empfänger-Daten in der Hauszustellung. Klarnamen auf Paketen in Sammelfahrzeugen, Foto-Zustellnachweise mit Haustür und Hausnummer, Smartphone-Apps der Zusteller mit lokal gespeicherten Adresslisten — überall lauern Risiken. Ein einziger gestohlener Zusteller-Tablet ohne MDM kann eine meldepflichtige Datenpanne mit tausenden Betroffenen sein.
4. Subunternehmer und Frachtführer. Wer als Spediteur 100 Subunternehmer hat, hat 100 AVV-Pflichten. Ohne Master-Template, Register und regelmäßige Audits ist das nicht zu beherrschen. Hinzu kommen Drittland-Subunternehmer (Osteuropa, Türkei): hier brauchen Sie SCC plus Transfer Impact Assessment.
5. Mitarbeiter-Überwachung im Lager. Pick-by-Voice mit Performance-Tracking, Foto-Werker-Identifikation, Heatmaps der Bewegungen im Lager, Stückzahlen-Auswertung pro Mitarbeiter und Schicht — alles datenschutzrechtlich heikel. Die Arbeitsgerichte sind hier inzwischen sehr streng, das BAG hat mehrfach zu Gunsten von Arbeitnehmern entschieden. Amazon ist nicht ohne Grund regelmäßig Gegenstand aufsichtsbehördlicher Verfahren.
6. Aufbewahrungsfristen. HGB und AO verlangen 10 Jahre Aufbewahrung für Frachtbriefe und Rechnungen. DSGVO verlangt Löschung, sobald der Zweck entfallen ist. Lösung: ein Löschkonzept mit Sperr- statt Löschphase. Daten werden nach Zweckwegfall gesperrt (Zugriff nur noch für Steuerprüfung), und nach Ablauf der Aufbewahrungsfrist endgültig gelöscht. Ohne ein solches Konzept ist jeder Daten-Bestand ein Compliance-Risiko.
NIS2 für die Logistik — Anhang II und Anhang I
NIS2 ist für die Logistik-Branche kein Randthema, sondern ein Hauptthema. Zwei Anhänge der Richtlinie sind einschlägig:
Anhang II — „Post- und Kurierdienste“. Wer Briefe, Pakete oder Express-Sendungen abwickelt, fällt unter Anhang II. Das betrifft klassische KEP-Anbieter wie DHL, UPS, Hermes, DPD und auch kleinere Last-Mile-Subunternehmer ab der NIS2-Schwelle (50 MA oder 10 Mio. € Umsatz). Die Pflichten als „wichtige Einrichtung“ umfassen:
- Risikomanagement-Maßnahmen nach Art. 21 NIS2 (10 Bausteine: Risikoanalyse, Incident Handling, BCM, Lieferketten-Sicherheit, Verschlüsselung, Asset Management, Zugriffskontrolle, Schulung, Multi-Faktor-Authentifizierung, Kommunikationssicherheit)
- Registrierungspflicht beim BSI
- 24-Stunden-Frühwarnung und 72-Stunden-Vollmeldung bei erheblichen Sicherheitsvorfällen
- Schulungspflicht für die Geschäftsleitung
- Persönliche Geschäftsführer-Haftung
Anhang I — „Verkehr“. Die Hauptkette Logistik fällt unter Anhang I („wesentliche Einrichtungen“), wenn Sie als Lieferant in einem der definierten Verkehrssektoren agieren: Luftfahrt, Schienenverkehr, Schifffahrt (inkl. Häfen und Hafendienste) oder Straßenverkehr (z. B. Verkehrsmanagement, Maut). Anhang-I-Pflichten sind strenger als Anhang II, insbesondere bei Sanktionen (bis 10 Mio. € oder 2 % weltweiter Jahresumsatz).
Lieferketten-Druck. Auch wer selbst unter den NIS2-Schwellen bleibt, wird oft vertraglich durchgereicht: Automotive-OEMs, Pharma-Hersteller und große Handelskonzerne schreiben NIS2-äquivalente Schutzmaßnahmen in ihre Lieferantenverträge. Ein 30-MA-Logistiker, der Just-in-Time-Lieferant eines Tier-1-Zulieferers ist, muss faktisch NIS2-Niveau liefern. Wir kombinieren in unseren Pro- und Premium-Tarifen DSGVO-DSB-Funktion mit NIS2-Umsetzung — getrennte Berater für eine kombinierte Compliance-Sicht macht in der Logistik wenig Sinn.
Hugo Learn — branchenspezifisches Schulungspaket für die Logistik
Disponenten, Zusteller, Lagermitarbeiter und Fuhrparkleitung brauchen unterschiedliche Schulungsinhalte. Über Hugo Learn (im Pro- und Premium-Tarif inklusive) bekommen Sie ein Logistik-Schulungspaket mit:
- DSGVO-Grundlagen mit Logistik-Beispielen (GPS, Empfängerdaten, Subunternehmer)
- Phishing-Erkennung für Disponenten (CEO-Fraud und Frachtdiebstahl-Phishing sind in der Branche extrem häufig)
- Sicherer Umgang mit Empfängerdaten in der Zustellung
- Subunternehmer-Onboarding: Wann brauche ich einen AVV?
- Datenpannen-Meldewege intern — wer informiert wen innerhalb welcher Frist?
- NIS2-Bewusstsein für Geschäftsleitung und Schlüsselrollen
Jeder Schulungsabschluss ist revisionssicher dokumentiert. Bei einem Lieferanten-Audit oder einer aufsichtsbehördlichen Prüfung können Sie sofort Nachweise pro Mitarbeiter und Schulungsmodul liefern.
Was kostet ein externer Datenschutzbeauftragter für die Logistik?
Wir bieten vier transparente Tarife — alle mit derselben Basis-Plattform (VVT, AVV, DSAR, Datenpannen-Tool, TOMs) und gestaffelter persönlicher DSB-Zeit:
- Lite (79 €/Monat) — Self-Service-Tarif für kleinere Logistiker bis 15 Mitarbeiter. Plattform-Zugang, drei Online-Schulungs-Module, 50.000 € Berufshaftpflicht. Sinnvoll für kleine Fuhrunternehmen ohne komplexe Subunternehmer-Struktur.
- Standard (149 €/Monat) — bis 25 Mitarbeiter, 12 Stunden persönliche DSB-Beratung mit Nils Oehmichen pro Jahr, AVV-Vorlagen inklusive Frachtführer-AVV, 100.000 € Berufshaftpflicht. Geeignet für mittelgroße Speditionen ohne NIS2-Pflicht.
- Pro (299 €/Monat) — bis 100 Mitarbeiter, 24 Stunden DSB-Beratung, NIS2-Modul (Anhang I + II), KI-Schulungen und Phishing-Simulation, 250.000 € Berufshaftpflicht. Standard-Tarif für KEP-Subunternehmer, Hafen-Logistiker und Speditionen mit OEM-Just-in-Time-Aufträgen.
- Premium (499 €/Monat) — bis 250 Mitarbeiter, 48 Stunden Beratung, 4h-SLA-Sofort-Hotline, Vor-Ort-Termine bundesweit, AskHugo 24/7, 500.000 € Berufshaftpflicht. Für größere Logistik-Mittelständler und kritische Infrastrukturen im Hafen- und Verkehrsbereich.
Ein interner DSB für ein Logistik-Unternehmen kostet — wenn Sie die spezifische Fachkunde für Telematik, NIS2 und Subunternehmer-AVV aufbauen wollen — schnell deutlich mehr als 25.000 € pro Jahr. Sie sparen mit uns also bis zu 96 % bei höherer Qualität, breiterer Branchenerfahrung und sofortiger Einsatzbereitschaft.
Alle Features und Preise von Hugo DSB ansehen →
Branchen-Sub-Cluster — von KEP bis Hafen-Logistik
Die Logistik ist keine homogene Branche. Wir betreuen Mandanten aus den folgenden Sub-Clustern, mit jeweils spezifischen Schwerpunkten:
- KEP (Kurier, Express, Paket): Last-Mile-Subunternehmer großer Anbieter, Same-Day-Dienste, B2C-Zustellung. Schwerpunkt: Empfängerdaten, Foto-Zustellnachweise, Zusteller-Apps, NIS2-Anhang II.
- Spedition (Straße): klassische Speditionen mit eigenem Fuhrpark plus Frachtführer-Subunternehmern. Schwerpunkt: Telematik-DSFA, Subunternehmer-AVV, Drittland-Klauseln, OEM-Lieferanten-Audits.
- Hafen-Logistik: Container-Umschlag, Lagerlogistik im Hafen, Zoll-Schnittstellen. Schwerpunkt: NIS2-Anhang-I (Verkehr/Schifffahrt), kritische Infrastruktur, BSI-Meldekette, Lieferantenbeziehungen zu Reedereien.
- Pharma-Logistik (Cool-Chain): GxP-konforme Lieferketten, gekühlte Sendungen, manchmal Patienten- oder Klinik-Bezug. Schwerpunkt: besondere Kategorien personenbezogener Daten, GxP-Schnittstellen zur DSGVO.
- Gefahrgut-Logistik: ADR-Transporte, manchmal Gesundheitsdaten der Fahrer (Tauglichkeitsprüfungen), erhöhte Sicherheitsanforderungen. Schwerpunkt: Beschäftigtendatenschutz, NIS2-Verkehr-Anhang-I.
- Möbel-Spedition und 2-Mann-Handling: B2C-Zustellung mit Aufbau beim Endkunden, oft mit Foto-Dokumentation. Schwerpunkt: Empfängerdaten, Foto-Beweise und Zusteller-Apps.
In jedem dieser Cluster bringen wir konkrete Mandats-Erfahrung mit — keine generische DSB-Beratung, sondern Branchenwissen, das beim ersten Lieferanten-Audit den Unterschied macht.
Logistik-Hubs in Deutschland — Standort-spezifische Ansprechpartner. Wenn Ihr Unternehmen seinen Sitz in einem großen Logistik-Cluster hat, beraten wir Sie auch standortbezogen. Beispiele aus unserem Mandantenkreis: Im Nordwesten decken wir die BLG- und Eurogate-Speditionen über unseren externen Datenschutzbeauftragten für Bremen ab. Im Ruhrgebiet ist das Phoenix-See-/Amazon-/DHL-Cluster typische Heimat unseres DSB für Dortmund. Und in Sachsen betreuen wir das BMW-/Porsche-/Amazon-FC-Cluster über den Datenschutzbeauftragten für Leipzig.
So starten Sie mit Ihrem externen Datenschutzbeauftragten für die Logistik
- Erstgespräch: Wir lernen Ihr Logistik-Unternehmen kennen — Unternehmenssitz, Mitarbeiterzahl, Subunternehmer-Struktur, Telematik-Einsatz, NIS2-Betroffenheit. Kostenlos und unverbindlich, 15 Minuten unter
meet.brevo.com/fraghugo/intro. - Onboarding & branchenspezifisches VVT: Innerhalb weniger Tage Zugang zur Plattform mit Logistik-spezifischen VVT-Vorlagen (Telematik, Empfängerdaten, Subunternehmer-Verarbeitungen), AVV-Mappe für Frachtführer, branchenspezifisches Löschkonzept.
- Offizielle Benennung: Wir melden uns als Ihr DSB bei der zuständigen Landesdatenschutzbehörde an und übernehmen den formalen Schriftverkehr — inklusive der Bestellung in der ggf. notwendigen Form gegenüber Ihren Auftraggebern.
- Laufende Betreuung: Telematik-Audit (Standard im Standard- und höheren Tarifen), Subunternehmer-Audit-Workflow, NIS2-Roadmap, Disponenten-Schulungen über Hugo Learn, Datenpannen-Hotline.
Marktvergleich: Was ein externer DSB jenseits unserer Pakete branchentypisch kostet — und wie sich Monatspauschale, Stundensatz und interne Lösung wirklich rechnen — haben wir im Detail-Artikel Externer Datenschutzbeauftragter Kosten durchgerechnet.
Testen Sie zuerst Ihren IST-Zustand: Mit dem Hugo Check prüfen Sie Ihre Website in 60 Sekunden auf 29 DSGVO-Punkte — kostenlos und unverbindlich. Für Logistik-Unternehmen sind besonders die Tracking- und Drittland-Checks relevant.
Häufige Aufsichtsbehörden-Verfahren in der Logistik — eine kurze Einordnung
Aufsichtsbehörden haben in den letzten Jahren in der Logistik mehrfach geprüft und sanktioniert. Wiederkehrende Muster:
- GPS-Tracking ohne ordentliche Rechtsgrundlage — fehlende Betriebsvereinbarung, fehlende DSFA, keine Trennung Disposition/Personal. Diese Fallgruppe ist mit Abstand am häufigsten.
- Mitarbeiter-Überwachung im Lager und an Pick-Stationen — Heatmaps, Stückzahlen-Auswertung, Foto-Identifikation. Mehrere Verfahren laufen aktuell gegen große E-Commerce-Logistiker, die Stoßrichtung der Aufsichtsbehörden ist hier sehr klar.
- Permanente Innenraum-Kameras in LKW — meist Beschwerden einzelner Fahrer, mit der Folge einer Untersuchung der Aufsichtsbehörde.
- Empfänger-Daten-Leaks bei Hauszustellung — Klarnamen auf Paketen in Sammelfahrzeugen, gestohlene Zusteller-Tablets ohne MDM. Hier laufen 72-Stunden-Meldungen, oft mit nachgelagerter Aufsichts-Untersuchung.
- Fehlende AVV mit Subunternehmern — typisch bei Aufsichts-Prüfungen aufgrund einer Beschwerde eines Empfängers oder eines Auftraggebers.
Wir bauen unsere Logistik-Mandate genau gegen diese Risikoschwerpunkte auf — präventiv, dokumentiert und audit-fest. Sprechen Sie uns an, wenn Sie Ihr Unternehmen vor genau diesen Verfahren absichern wollen.
In 60 Sekunden zum passenden Tarif
Vier Fragen, vier Tarife, transparente Add-Ons. Kein Sales-Call.
- 1 Profil
- 2 Tarif
- 3 Add-Ons
- 4 Buchen
Hugo DSB vs. heyData vs. Cortina vs. DPMS
15 Vergleichspunkte. Alle Daten aus öffentlich zugänglichen Quellen vom 10. Mai 2026. Wo Daten nicht öffentlich sind, ist das transparent markiert.
| Vergleichspunkt Feature | Unsere Wahl Hugo DSB ab 79 €/Mo | heyData ab 59 €/Mo | Cortina Consult ab 125 €/Mo | DPMS / audatis auf Anfrage |
|---|---|---|---|---|
| Einstiegspreis (öffentlich) Der niedrigste öffentlich kommunizierte Preis. Bei heyData und Cortina sind das „ab"-Preise mit individueller Skalierung im Sales-Call. | 79 €/Mo Lite, ohne Verhandlung | ab 59 €/Mo Starter, individuell | 125 €/Mo DSB Starter (ohne Software) | auf Anfrage nicht öffentlich |
| Beratungsstunden transparent Wird die Anzahl inkludierter DSB-Stunden öffentlich kommuniziert? | 0/12/24/48 h/Jahr klar pro Tarif | nein nur SLA-Reaktionszeit | nur Custom-Tarif 6/12/18 h/Jahr Add-On | nicht öffentlich |
| TÜV-Zertifizierung des DSB Ist der bestellte Datenschutzbeauftragte TÜV-zertifiziert? Quellenpflicht. | Ja — Nils Oehmichen TÜV-zertifiziert, namentlich | nicht kommuniziert DSB nicht namentlich genannt | Ja — TÜV Rheinland + Nord allgemein, nicht personenbezogen | unklar nicht öffentlich |
| Berufshaftpflicht Versicherungssumme der Berufshaftpflicht. Höher = besserer Schutz im Schadensfall. | 50/100/250/500 k€ gestaffelt nach Tarif | 50/100/unbegrenzt 50k Starter, ∞ Enterprise | nicht öffentlich | nicht öffentlich |
| Self-Service-Checkout Können Sie das Produkt komplett online ohne Sales-Call buchen? | Ja Stripe in 5 Klicks | Nein Sales-Call obligatorisch | Nein Konfigurator + Sales-Call | Nein Angebot nach Kontakt |
| Sales-Call vor Buchung nötig | Nein | Ja | Ja | Ja |
| Mindestlaufzeit Wie lange sind Sie an den Vertrag gebunden? | 24 Monate für alle Tarife | 24 Monate jährliche Abrechnung | monatlich Software; DSB ~12 Mo | 12-24 Monate üblich, individuell |
| Carry-Over Stunden Können nicht verbrauchte Beratungsstunden ins nächste Jahr mitgenommen werden? | bis 25 % Vorjahres-Pool quartalsweise | nicht kommuniziert | nicht öffentlich vermutlich nein | nicht öffentlich |
| Add-Ons öffentlich gepreist Sind alle Zusatz-Services mit transparenten Festpreisen kommuniziert — oder nur „auf Anfrage"? | 17 Add-Ons mit Preis alle online | teilweise HinSchG/Schulungen ja, Rest nein | teilweise im Konfigurator | auf Anfrage |
| Onboarding-Pauschale transparent Wird der initiale Setup-Aufwand transparent als Festpreis ausgewiesen? | 490/990/1.890 € S/M/XL Festpreise | im Monatspreis versteckt wirkt günstig | 0/900/1.350/2.700 € Reifegrad-Pauschale | unklar vermutlich Stundensatz |
| Vor-Ort-Termine möglich Können DSB-Termine bei Ihnen vor Ort stattfinden — ohne reine Remote-Bindung? | Ja, Hamburg + 200 km 1.490 € Vor-Ort-Tag | Nein rein digital | Nein Teams-Call only | Ja (regional) je nach Standort |
| Hamburg-basiert Wo sitzt das Unternehmen — räumliche Nähe und HmbBfDI-Erfahrung? | Ja Spaldingstr., Hamburg | Nein Berlin | Nein Münster (30+ Standorte bundesweit) | Nein audatis: Bielefeld |
| Reifegrad-Wizard (Self-Service) Können Sie online vorab Ihren Reifegrad einschätzen, bevor Sie kaufen? | Ja, im Konfigurator 4 Stufen + Empfehlung | Nein | nur Dropdown 4 Stufen, ohne Wizard | Nein |
| Live-Konfigurator vorhanden Können Sie sich Ihren Tarif inkl. Add-Ons live zusammenklicken? | Ja 4-Step-Konfigurator | Nein 3 statische Tarife | Ja sehr ausführlich | Nein |
| Software inklusive im Tarif Bekommen Sie eine SaaS-Plattform mit VVT/AVV/DSAR/etc. inkludiert — oder kostet die Software extra? | Ja, ab Lite volle Plattform | Ja, ab Starter volle Plattform | Nein, +45 €/Mo Compliance Hub separat | Ja audatis Manager |
Quellen & Methodik anzeigen
Methodik: Alle Wettbewerbs-Daten wurden am 10. Mai 2026 direkt von den Hersteller-Websites extrahiert (WebFetch + interaktiver Konfigurator-Crawl bei Cortina). Wo Informationen nicht öffentlich verfügbar sind, ist das ausdrücklich markiert — keine Spekulation.
heyData: heydata.eu/preise, heydata.eu/datenschutz-management, heydata.eu/hinweisgebersystem (Stand 2026-05-10).
Cortina Consult: cortina-consult.com/externer-datenschutzbeauftragter/kosten, software/preise, Live-Konfigurator interaktiv durchgeklickt (Stand 2026-05-10).
DPMS / audatis: Pricing nicht öffentlich; Bewertung basiert auf veröffentlichten Produkt-Beschreibungen und Branchen-Erfahrung. „Nicht öffentlich" / „auf Anfrage" wird konsequent so kommuniziert.
Vollständiger Audit-Bericht: WETTBEWERB-HEYDATA-CORTINA-2026-05-10.md (interne Dokumentation, auf Anfrage einsehbar).
Einziger Anbieter mit TÜV-zertifiziertem DSB namentlich, Self-Service-Checkout, Hamburg-Standort und 17 Add-Ons mit transparenten Festpreisen.
Wer am Telefon sitzt, wenn Sie anrufen.

Nils Oehmichen
Datenschutzberater & Geschäftsführer
Bei frag.hugo telefonieren Sie direkt mit Nils — kein Account-Manager, keine Hotline. Er ist seit über 13 Jahren TÜV-zertifizierter Datenschutzberater für Mittelständler und kennt Datenschutz, DSGVO, NIS2 und den EU AI Act aus über 200 Mandaten.
Häufige Fragen zum externen Datenschutzbeauftragten in der Logistik
GPS- und Telematik-Daten sind nach der DSGVO personenbezogene Daten, sobald sie einzelnen Fahrern zugeordnet werden können — was in der Praxis fast immer der Fall ist. Sie brauchen: (1) eine klare Rechtsgrundlage, in der Regel eine Betriebsvereinbarung nach § 26 BDSG, (2) eine Datenschutz-Folgenabschätzung (DSFA) nach Art. 35 DSGVO, weil GPS-Tracking eine systematische Überwachung darstellt, (3) eine Mitarbeiterinformation nach Art. 13 DSGVO, (4) klare Lösch- und Zugriffsregelungen und (5) eine technische Trennung zwischen reinen Routing-Daten und Verhaltensdaten. Ohne diese Bausteine drohen Bußgelder und Klagen einzelner Fahrer.
Ja. Die Aufsichtsbehörden listen GPS-/Telematik-Systeme in der „Muss-Liste“ der DSFA-pflichtigen Verarbeitungen — als systematische und umfangreiche Überwachung im Arbeitsverhältnis. Die DSFA dokumentiert Risiken (Bewegungsprofile, Pausenzeiten-Auswertung, Vertraulichkeitsverletzung), Schutzmaßnahmen (Zugriffskonzept, Anonymisierung nach X Tagen, Trennung Disposition/Personal) und die Beteiligung des Datenschutzbeauftragten und ggf. des Betriebsrats. Bei frag.hugo ist die Telematik-DSFA ein Standard-Baustein im Onboarding für Logistik-Mandate.
Jeder Frachtführer und Subunternehmer, dem Sie personenbezogene Daten (Empfängerdaten, Auftragsdaten, ggf. Telematik-Daten) zur Verarbeitung weitergeben, ist Auftragsverarbeiter im Sinne von Art. 28 DSGVO. Sie brauchen pro Subunternehmer einen Auftragsverarbeitungsvertrag — keine pauschale Verschiebung in AGB. Praktikabel sind: (1) ein Master-AVV-Template, das Sie allen Subunternehmern verpflichtend vorlegen, (2) ein zentrales Subunternehmer-Register als Anlage zum VVT, (3) regelmäßige Subunternehmer-Audits (oft per Self-Assessment-Fragebogen, bei kritischen Partnern Vor-Ort), (4) ein Eskalationsprozess bei Verstößen. Bei frag.hugo bekommen Sie das komplette Set inklusive Vorlagen.
Kurier-, Express- und Paketdienste (KEP) stehen explizit in Anhang II der NIS2-Richtlinie als „Post- und Kurierdienste“. Wer als KEP-Anbieter mindestens 50 Mitarbeiter oder 10 Mio. € Jahresumsatz hat, ist „wichtige Einrichtung“ und damit voll NIS2-pflichtig. Das umfasst: Risikomanagement-Prozesse (Art. 21 NIS2), Meldepflicht für erhebliche Sicherheitsvorfälle binnen 24 Stunden Frühwarnung und 72 Stunden Vollmeldung an das BSI, Registrierungspflicht beim BSI, Schulungspflicht für die Geschäftsleitung und persönliche Haftung der Geschäftsführer. Die Sanktionen reichen bis 7 Mio. € oder 1,4 % des weltweiten Jahresumsatzes.
Kameras im Fahrerhaus (Dashcam mit Fahrerblick, Innenraum-Kamera) sind datenschutzrechtlich heikel. Eine permanente Überwachung des Fahrers ist nach Rechtsprechung in der Regel unzulässig — das ist eine schwerwiegende Verletzung des Persönlichkeitsrechts. Zulässig kann sein: anlassbezogene Aufzeichnung (z. B. bei harter Bremsung, Crash-Sensor), Außenkameras zur Verkehrssicherheit und ringspeicher-basierte Lösungen mit kurzer Vorhaltezeit — alles begleitet von Betriebsvereinbarung, DSFA, Mitarbeiterinformation und klarer Löschregel. Mehrere Aufsichtsbehörden haben Logistik-Unternehmen wegen permanenter Innenraum-Kameras bereits verwarnt und Bußgelder verhängt.
Empfänger-Daten — Name, Adresse, Telefonnummer, manchmal Unterschrift — sind personenbezogene Daten. Risiko-Schwerpunkte: (1) sichtbare Klarnamen auf Paketen (z. B. bei Rückläufern in Sammelfahrzeugen), (2) Smartphone-Apps der Zusteller mit lokal gespeicherten Adresslisten, (3) Foto-Zustellnachweise (Haustür mit Hausnummer + Paket), (4) Telefonnummern, die Sub-Sub-Subunternehmer für Avis-Anrufe weiterleiten. Schutzmaßnahmen: Datenminimierung (nur die nötigen Empfängerdaten an den jeweiligen Subunternehmer), AVV-Kette, sichere Apps mit Verschlüsselung, klare Löschregeln nach Zustellung, Schulung der Zusteller. Ein Empfängerdaten-Leak ist meldepflichtig nach Art. 33 DSGVO und kann schnell teuer werden.
Frachtbriefe, CMR-Dokumente, Lieferscheine und Zolldokumente enthalten regelmäßig personenbezogene Daten — Ansprechpartner beim Absender, Empfänger, ggf. Privatadressen bei B2C-Lieferungen, Telefonnummern. Bei internationalen Transporten kommen Drittlandtransfers ins Spiel: Wenn Frachtdaten an Zoll, Reeder oder Subunternehmer außerhalb der EU/EWR übermittelt werden, brauchen Sie eine Rechtsgrundlage nach Kap. V DSGVO — meistens Standardvertragsklauseln (SCC) plus Transfer Impact Assessment (TIA). Aufbewahrungsfristen aus dem Handels- und Steuerrecht (10 Jahre) kollidieren mit DSGVO-Löschpflichten — hier braucht es ein sauberes Löschkonzept mit Sperr- statt Löschphasen.
Datenpannen müssen Sie binnen 72 Stunden an die zuständige Aufsichtsbehörde melden (Art. 33 DSGVO) — und ggf. die Betroffenen informieren (Art. 34). In der Logistik typische Vorfälle: gestohlener Transporter mit ungesperrtem Fahrer-Tablet, falsche Zustellung mit sichtbarem Empfängernamen, Hack des Disposition-Systems, kompromittierter Zugang eines Subunternehmers. Wenn Sie als Auftragsverarbeiter für einen OEM-Kunden tätig sind, kommt die zusätzliche Pflicht hinzu, den Verantwortlichen (Ihren Auftraggeber) unverzüglich zu informieren — das steht in jeder AVV. Bei NIS2-pflichtigen Unternehmen läuft parallel die BSI-Meldekette mit 24h-Frühwarnung. Als Ihr externer DSB übernehmen wir die Triage, die Behördenmeldung und die Kommunikation mit OEM-Kunden.
Disponenten verarbeiten täglich personenbezogene Daten von Fahrern, Empfängern, Subunternehmern und Auftraggebern. Pflicht-Schulungsbausteine: (1) DSGVO-Grundlagen und Datenminimierung, (2) sicherer Umgang mit Telematik-Daten (Trennung Disposition/Personal), (3) Phishing-Erkennung — Logistiker sind Hauptziel für CEO-Fraud und Frachtdiebstahl-Phishing, (4) Datenpannen-Meldewege intern, (5) Subunternehmer-Onboarding mit AVV-Pflicht. Bei frag.hugo läuft die Schulung über Hugo Learn — online, branchenspezifisch, mit Phishing-Simulation und revisionssicherem Nachweis pro Mitarbeiter.
Die NIS2-Hauptregel ist: ab 50 Mitarbeitern oder 10 Mio. € Umsatz greift sie automatisch. Aber: Es gibt Sonderfälle, in denen auch kleinere Unternehmen unter NIS2 fallen — etwa wenn Sie kritische Infrastruktur betreiben (Hafenanlagen, Pipeline-Logistik, Bahnanlagen), monopolartig in einem Bereich tätig sind oder wenn Sie als Subunternehmer eines NIS2-pflichtigen OEM-Kunden vertraglich verpflichtet werden, NIS2-äquivalente Schutzmaßnahmen umzusetzen. Letzteres ist in der Praxis der häufigste Hebel: Ein Automotive-OEM zieht NIS2-Anforderungen vertraglich in seine gesamte Lieferkette. Auch ein 25-MA-Subunternehmer muss dann faktisch liefern.
Für die DSGVO-Aufsicht gilt das Sitzland-Prinzip: zuständig ist die Landesdatenschutzbehörde am Sitz Ihres Unternehmens — also z. B. das BayLDA für ein Logistiker mit Sitz in Bayern, der LfDI Baden-Württemberg in Stuttgart, der LfD NRW in Düsseldorf. Bei Konzernen mit mehreren Niederlassungen kann die federführende Behörde abweichen (One-Stop-Shop). Für NIS2-Vorfälle ist das BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) zuständig. Bei deutschlandweit tätigen Anbietern mit Verbrauchergeschäft kann zusätzlich die BfDI (Bund) eine Rolle spielen — insbesondere bei klassischer Post- und Telekommunikationsregulierung.
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KEP unter NIS2
Bußgelder bei unseren Mandanten
Reaktionszeit bei Datenpannen
Die Aufsichtsbehörden prüfen Logistik-Unternehmen zunehmend gezielt: Telematik-Daten, Mitarbeiter-Überwachung im Lager, Empfänger-Daten und internationale Datentransfers stehen im Fokus. Hinzu kommt NIS2 mit Geschäftsführer-Haftung und 72-Stunden-Meldepflicht. Wer jetzt keinen Datenschutzbeauftragten und kein NIS2-Konzept hat, riskiert nicht nur Bußgelder — sondern auch den Verlust großer OEM-Aufträge.
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Logistik, Hafen, Medien, E-Commerce, Finanzdienstleister — jede Hamburger Branche hat ihre eigene Datenschutz-Baustelle. Wir kennen sie aus über 200 Mandaten.
Wir sitzen selbst in Hamburg und arbeiten regelmäßig mit der Hamburgischen Beauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit (HmbBfDI) zusammen. Wir wissen, was die Behörde bei Prüfungen sehen will und was nicht.
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