LDA Brandenburg: Tätigkeitsbericht Datenschutz 2025 (2025) — Zahlen und Schwerpunkte
Die Landesbeauftragte für den Datenschutz und für das Recht auf Akteneinsicht Brandenburg — Aufsicht über Unternehmen, Vereine, Freiberufler und öffentliche Stellen im Land Brandenburg.
Tätigkeitsbericht Datenschutz 2025 · Berichtsjahr 2025
Erschienen Mai 2026 · 184 Seiten · Leitung: Dagmar Hartge
Die Zahlen des Berichts
Jede Zahl mit wörtlichem Zitat. Ein Klick auf die Seitenzahl öffnet das PDF an der Stelle.
-
Beschwerden
1.599
+10 % ggü. Vorjahr
Zählweise: Schriftliche Beschwerden nach Art. 77 DSGVO, Kalenderjahr 2025. Davon 431 zur Videoüberwachung. Mehrfacheingaben ohne Zuständigkeit sind herausgerechnet.
„Beschwerden Im Berichtszeitraum gingen bei der Landesbeauftragten 1.599"
-
Gemeldete Datenpannen (Art. 33 DSGVO)
576
+14 % ggü. Vorjahr
Zählweise: Meldungen nach Art. 33 DSGVO, öffentlicher (271) und nicht-öffentlicher Bereich (305) zusammen.
„Im Berichtszeitraum erhielt die Landesbeauftragte insgesamt 576 Meldungen von Datenschutzverletzungen. Das bedeutet eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr, in welchem 506 Meldungen"
-
Beratungen und Anfragen
477
Zählweise: Nur schriftlich erfasste Anfragen; telefonische Beratungen werden laut Bericht nicht statistisch erfasst. Zusätzlich 68 Beratungen zur Videoüberwachung gesondert ausgewiesen.
„jahr auch 477 Anfragen zu Datenschutzthemen, was einen leichten Anstieg gegenüber dem Vorjahr bedeutet."
-
Bußgeldverfahren
25
Zählweise: Zählt verhängte Geldbußen (25, gegen 9 Verantwortliche), nicht eingeleitete Verfahren. Laut Bericht 40 neue Sachverhalte bei der Bußgeldstelle (32 davon von Polizei oder Staatsanwaltschaft) und 49 abgeschlossene Verfahren.
„gen der festgestellten datenschutzrechtlichen Verstöße insgesamt 25 Geldbußen. Ihre Gesamtsumme betrug knapp 109.000 Euro."
-
Festgesetzte Bußgelder
109 Tsd. €
Zählweise: Bericht nennt „knapp 109.000 Euro“ (gerundet); Rechtskraft nicht angegeben.
„gen der festgestellten datenschutzrechtlichen Verstöße insgesamt 25 Geldbußen. Ihre Gesamtsumme betrug knapp 109.000 Euro."
-
Kontrollen und Prüfungen
nicht ausgewiesen
Zählweise: Im Bericht nicht als Zahl ausgewiesen. Gezählt werden nur die geprüften Videokameras (956), nicht Kontrollen; anlasslose Prüfungen werden als Einzelfälle beschrieben.
-
Personal (Stellen/Beschäftigte)
46
Zählweise: Stellen der gesamten Dienststelle (Datenschutz und Akteneinsicht), nicht Köpfe; sieben Stellen waren im Berichtsjahr zeitweise vakant.
„Für eine recht kleine Behörde mit nur 46 Stellen sind eine hohe"
Nur Behörden mit ausgewertetem Bericht und ausgewiesener Zahl. Zählweisen unterscheiden sich.
- Hamburg 225,7
- Bremen 108,2
- Hessen 96,7
- Saarland 77,7
- Berlin 77,2
- Bayern 73,6
- Nordrhein-Westfalen 70,0
- Baden-Württemberg 68,3
- Brandenburg 62,7
- Schleswig-Holstein 62,2
- Mecklenburg-Vorpommern 61,6
- Sachsen-Anhalt 52,8
- Niedersachsen 50,3
- Sachsen 29,5
- Rheinland-Pfalz 26,9
- Thüringen 22,5
Worauf die LDA Brandenburg schaut
-
KI-Training auf einem Online-Marktplatz
- KI
Die Behörde begleitete einen großen Online-Marktplatz, der Kundendaten für KI-Training nutzen wollte. Sie bemängelte pauschale Interessenabwägungen, eine zu allgemeine Folgenabschätzung und eine Datenschutzerklärung, aus der Nutzer den konkreten KI-Einsatz nicht erkennen konnten; das Unternehmen stellte das Training bis zur Klärung zurück.
„von Artikel 13 DS-GVO nicht vollständig erfüllt, da Nutzerinnen und Nutzer nicht erkennen konnten, an welchen Stellen und in welcher Form KI tatsächlich im Einsatz war."
-
Datensicherung, die beim Ransomware-Angriff mitverschlüsselt wurde
- Datensicherheit & Datenpannen
- Gesundheit
Eine Arztpraxis verlor nach einem Ransomware-Angriff die Daten von über 8.000 Patienten, weil alle Sicherungsfestplatten dauerhaft am System hingen. Die Behörde sprach eine Verwarnung wegen Verstoßes gegen Art. 32 DSGVO aus.
„Da die Ransomware auf sie zugreifen konnte, wurden die dort gespeicherten Daten mitverschlüsselt."
-
Online-Recruiting per E-Mail
- Werbung & Tracking
- Auskunftsrechte
Ein Personalvermittler schrieb Entwickler über deren Profil auf einer Softwareplattform mit Stellenangeboten an. Die Behörde wertete das als Werbung ohne Rechtsgrundlage und verwarnte zusätzlich wegen fehlender Information und unbeantworteter Auskunft.
„Entgegen der Ansicht des Verantwortlichen stellte allein der Umstand, dass der Nutzer auf der Webseite des Online-Dienstes ein Profil angelegt hatte, keine explizite Erlaubnis für die Kontaktaufnahme dar."
-
Videoüberwachung in Geschäften und Freizeiteinrichtungen
- Videoüberwachung
- Beschäftigtendatenschutz
Videoüberwachung bleibt ein Dauerschwerpunkt mit deutlich mehr Beschwerden als im Vorjahr. In einem Barbershop, der Kunden und Beschäftigte filmte, verlangte die Behörde, zuerst mildere Mittel wie Kassensicherungen zu prüfen, und sprach eine Verwarnung aus.
„Zudem hat ein Verantwortlicher vor dem Einsatz von Videokameras stets zu prüfen, ob gleich geeignete, mildere Mittel zur Verfügung stehen, um den beabsichtigten Zweck zu erreichen."
-
Gehaltsnachweis im laufenden Mietverhältnis
- Wohnen & Mieter
Nach einem Eigentümerwechsel forderte eine Vermieterin von einer pünktlich zahlenden Mieterin einen aktuellen Gehaltsnachweis. Die Behörde sah dafür keine Rechtsgrundlage und sprach eine Warnung aus.
„Eine Rechtsgrundlage für die Forderung eines Gehaltsnachweises bestand somit nicht."
Was das für Unternehmen in Brandenburg heißt
- Prüfen Sie Ihre Datensicherung darauf, ob mindestens eine Kopie getrennt vom laufenden System liegt. Hängen alle Sicherungen dauerhaft am Netz, kann Ransomware sie mitverschlüsseln.
- Wer Kundendaten für KI nutzen will, braucht je Zweck eine eigene Interessenabwägung und eine Datenschutzinformation, die den konkreten Einsatz erkennbar macht.
- Bewerber über öffentliche Profile per E-Mail anzuschreiben, kann als Werbung ohne Rechtsgrundlage gelten. Sorgen Sie außerdem dafür, dass Auskunftsersuchen intern zur zuständigen Stelle gelangen.
- Bevor Sie Kameras im Laden oder Betrieb aufhängen, dokumentieren Sie den konkreten Anlass und prüfen Sie mildere Mittel; Kunden- und Beschäftigtenbereiche sind besonders heikel.
Unsere Einordnung aus dem Bericht, keine Rechtsberatung im Einzelfall.
Geprüft am 19. Oktober 2026. Gefunden einen Fehler? Schreiben Sie uns.
Alle 18 Behörden vergleichenHäufige Fragen zur LDA Brandenburg
Aufsicht über Unternehmen, Vereine, Freiberufler und öffentliche Stellen im Land Brandenburg.
Laut Tätigkeitsbericht Datenschutz 2025 1.599 (Vorjahr: 1.450). Schriftliche Beschwerden nach Art. 77 DSGVO, Kalenderjahr 2025. Davon 431 zur Videoüberwachung. Mehrfacheingaben ohne Zuständigkeit sind herausgerechnet. Quelle: Seite 135 des Berichts.
Im Berichtszeitraum 576 Meldungen nach Art. 33 DSGVO (Vorjahr: 506). Meldungen nach Art. 33 DSGVO, öffentlicher (271) und nicht-öffentlicher Bereich (305) zusammen.
Der aktuelle Tätigkeitsbericht Datenschutz 2025 erschien im Mai 2026. Die Berichte erscheinen üblicherweise um den Mai. Wir prüfen die Veröffentlichungsseite monatlich und werten neue Berichte nach demselben Schema aus.
Weitere kostenlose Werkzeuge
Alle ohne Anmeldung, alle ohne Kosten.
- Subprozessor-Monitor Wir prüfen die Unterauftragsverarbeiter-Listen der großen Anbieter täglich und zeigen jede Änderung mit Datum. Öffnen
- DSGVO-Bußgeldrechner Schätzt den Bußgeldkorridor für Ihr Unternehmen — nach demselben Modell, mit dem deutsche Aufsichtsbehörden rechnen. Öffnen
- Bußgeld-Datenbank Verhängte Bußgelder nach Behörde, Branche, Verstoß und Höhe filtern — jeder Fall mit Quelle. Öffnen
- E-Mail-Sicherheitscheck Prüft in wenigen Sekunden, ob Fremde in Ihrem Namen E-Mails verschicken können. Öffnen
- KI-Risikoklassen-Check Ordnet Ihren KI-Einsatz in die vier Risikoklassen der EU-KI-Verordnung ein und nennt die Pflichten mit Frist. Öffnen
- Shop-Check Prüft einen Online-Shop auf Gewährleistungslabel, Umweltaussagen, GPSR-Angaben und die Kennzeichnung von KI-Chatbots. Öffnen
- Schatten-KI-Check Acht Fragen zeigen, wie gut Sie im Blick haben, welche KI-Dienste mit Ihren Firmenkonten verbunden sind. Öffnen
- CRA-Hersteller-Check Klärt in elf Fragen, ob der Cyber Resilience Act für Sie gilt, in welcher Rolle und in welche Produktklasse Ihr Produkt fällt. Öffnen
- DSGVO-Prüfstand für Software ChatGPT, Notion, DeepL & Co. an zehn Kriterien geprüft — jede Aussage mit Quelle, Zitat und Abrufdatum, alle 90 Tage nachgeprüft. Öffnen
- Fristenkalender Alle Fristen aus DSGVO, NIS2, KI-Verordnung, CRA, DORA, Data Act und Co. auf einem Zeitstrahl — monatlich geprüft, jede mit Primärquelle. Öffnen
- Cyber-Lagebild Deutschland Täglich aktualisierte Zahlen zu Erpressungsangriffen mit Bezug zu Deutschland — nach Woche, Branche und Tätergruppe. Öffnen
Werkzeuge zeigen Lücken. Schließen muss sie jemand.
Wir übernehmen Datenschutz und Informationssicherheit als externer Dienstleister — TÜV-zertifiziert, mit festem Ansprechpartner, ab 79 € im Monat.