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LfDI BW: 41. Tätigkeitsbericht (2025) — Zahlen und Schwerpunkte

Der Landesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit Baden-Württemberg — Unternehmen, Vereine, Selbstständige und Privatpersonen mit Sitz in Baden-Württemberg sowie die öffentlichen Stellen des Landes und der Kommunen.

41. Tätigkeitsbericht · Berichtsjahr 2025

Erschienen 26. März 2026 · 160 Seiten · Leitung: Prof. Dr. Tobias Keber

Die Zahlen des Berichts

Jede Zahl mit wörtlichem Zitat. Ein Klick auf die Seitenzahl öffnet das PDF an der Stelle.

  • Beschwerden

    7.673

    +90 % ggü. Vorjahr

    Zählweise: Beschwerden im Kalenderjahr 2025 (1. Januar bis 31. Dezember), höchster Wert der Zeitreihe seit 2017 (Vorjahr 4034).

    „Beschwerden 3058 3902 3757 4782 4708 3796 3817 4034 7673"

  • Gemeldete Datenpannen (Art. 33 DSGVO)

    4.059

    +14 % ggü. Vorjahr

    Zählweise: Gemeldete Datenpannen im Kalenderjahr 2025.

    „Datenpannen 121 900 2030 2321 3136 2747 2913 3559 4059"

  • Beratungen und Anfragen

    934

    Zählweise: Ohne telefonische Beratung (Fußnote 1 der Tabelle; die „1“ im Zitat ist diese Fußnote). Zusätzlich 3205 Anmeldungen im Bildungszentrum BIDIB.

    „Beratungen 1 1786 4440 3842 3285 2206 1935 1682 1360 934"

  • Bußgeldverfahren

    314

    Zählweise: Eingeleitete Bußgeldverfahren 2025; die Tabellenzeile beginnt erst 2018, der letzte Wert gehört zu 2025 (2024: 243 laut Vorjahresbericht). Erlassen wurden 101 Bußgeldbescheide.

    „Bußgeldverfahren 138 233 174 136 213 185 243 314 (eingeleitet)"

  • Festgesetzte Bußgelder

    309 Tsd. €

    −51 % ggü. Vorjahr

    Zählweise: Summe der 101 im Jahr 2025 erlassenen Bußgeldbescheide; ob alle rechtskräftig sind, sagt der Bericht nicht.

    „scheide erlassen mit einer Gesamtsumme von 308.850 Euro. Im Jahr 2025 sind bei uns über 300 Neuverfahren"

  • Kontrollen und Prüfungen

    33

    Zählweise: Kontrollen im Kalenderjahr 2025 (Vorjahr 54).

    „Kontrollen 55 13 111 31 10 33 71 54 33"

  • Personal (Stellen/Beschäftigte)

    67,5

    Zählweise: Personalstellen (Planstellen), nicht Köpfe; 2024 waren es 70,5. Das Zitat stammt aus einer zweispaltigen Seite, deshalb steht Text der Nachbarspalte dazwischen.

    „2024 über 70,5 Personalstellen, seit dem Jahr 2025 Kolleg_innen im Haus arbeiten mit Hochdruck daran, sind es nur noch 67,5 Personalstellen."

Beschwerden je 100.000 Einwohner im Ländervergleich

Nur Behörden mit ausgewertetem Bericht und ausgewiesener Zahl. Zählweisen unterscheiden sich.

  1. Hamburg 225,7
  2. Bremen 108,2
  3. Hessen 96,7
  4. Saarland 77,7
  5. Berlin 77,2
  6. Bayern 73,6
  7. Nordrhein-Westfalen 70,0
  8. Baden-Württemberg 68,3
  9. Brandenburg 62,7
  10. Schleswig-Holstein 62,2
  11. Mecklenburg-Vorpommern 61,6
  12. Sachsen-Anhalt 52,8
  13. Niedersachsen 50,3
  14. Sachsen 29,5
  15. Rheinland-Pfalz 26,9
  16. Thüringen 22,5

Worauf die LfDI BW schaut

  1. KI: bundesweite Orientierungshilfen

    • KI

    Baden-Württemberg leitet seit 2025 zusammen mit Rheinland-Pfalz den Arbeitskreis KI der Datenschutzkonferenz. Dort entstehen bundesweit einheitliche Orientierungshilfen, etwa zu Betroffenenrechten, zum Training von KI-Modellen und zur RAG-Methode für verlässlichere generative KI.

    „Die Verfolgung der sehr dynamischen Entwicklungen im Bereich KI – auch im Zusammenhang mit den zahlreichen weiteren digitalen Rechtsakten der EU – kann durch die gemeinsame Arbeit innerhalb der DSK geleistet werden."

  2. Keine Pflicht zur Zeiterfassung per Fingerabdruck

    • Beschäftigtendatenschutz

    Nach einer Beschwerde aus einer Metzgerei stellt die Behörde klar: Biometrische Zeiterfassung ist nur zulässig, wenn es keine andere Möglichkeit gibt. Stempelkarten, Chips oder Transponder genügen in aller Regel; die Gefahr, dass sie vergessen werden, rechtfertigt keinen Fingerabdruck.

    „die Arbeitszeit für einen Übergangszeitraum von ihnen händisch bzw. in einer Excel-Tabelle erfasst werden."

  3. Videoüberwachung in einer Arztpraxis

    • Videoüberwachung
    • Beschäftigtendatenschutz
    • Gesundheit

    Gegen eine Hautarztpraxis, die Beschäftigte und teils entkleidete Patientinnen und Patienten mit sieben Kameras live überwachte, führte die Behörde ein Bußgeldverfahren mit Durchsuchung. Private Videoüberwachung und Dashcams zählen laut Bericht weiter zu den häufigsten Bußgeldanlässen.

    „ohne Rechtsgrund mindestens im Zeitraum von Januar 2023 bis zum Tag der Durchsuchung mit insgesamt sieben Kameras sowohl den Praxisbereich mit den Arbeitsplätzen, den Empfangsbereich und auch"

  4. Tracking ohne Cookies braucht trotzdem eine Rechtsgrundlage

    • Werbung & Tracking

    Einem Webseitenbetreiber, der Nutzende über Browser- und Gerätemerkmale verfolgte, untersagte die Behörde die Analysedienste. Sie betont: Verantwortlich ist der Betreiber selbst, nicht der Baukasten-Anbieter oder die Webagentur.

    „Dieses sind grundsätzlich Auftragsverarbeiter (Art. 4 Nr. 8 DS-GVO). Verantwortlicher ist in den meisten Fällen der Webseitenbetreiber selbst. Diesen treffen die Pflichten nach DS-GVO und TDDDG."

  5. Datenschutzgerechte Aktenvernichtung

    • Datensicherheit & Datenpannen

    Ein Autohaus entsorgte Ausweis- und Führerscheinkopien von Probefahrten über den normalen Papiermüll; Unterlagen fielen vom Entsorgungsfahrzeug auf die Straße. Die Behörde setzte trotz Kooperation 120 000 Euro fest und verlangt organisatorische Lösungen statt bloßer Dienstanweisungen.

    „Ein aufmerksamer Bürger hatte bemerkt, dass ein Entsorgungsfahrzeug auf der Fahrt zum"

Was das für Unternehmen in Baden-Württemberg heißt

  • Wenn Sie Arbeitszeit erfassen, wählen Sie Stempelkarte, Chip oder Transponder statt Fingerabdruck. Biometrie ist nur zulässig, wenn es keine andere Möglichkeit gibt.
  • Für Tracking und Cookie-Banner auf Ihrer Website sind Sie selbst verantwortlich, auch wenn ein Baukasten-Anbieter oder eine Agentur die Seite gebaut hat. Auch Tracking ohne Cookies braucht eine Rechtsgrundlage.
  • Vernichten Sie Ausweiskopien und Kundenunterlagen über einen gesicherten Datenmüll-Weg. Ein Autohaus zahlte 120 000 Euro, weil solche Unterlagen im normalen Papiermüll landeten.
  • Kameras in Bereichen, in denen Beschäftigte arbeiten oder Kundschaft sich aufhält, sind ein häufiger Bußgeldanlass. Prüfen Sie Zweck, Erfassungsbereich und Hinweise, bevor Sie eine Kamera installieren.

Unsere Einordnung aus dem Bericht, keine Rechtsberatung im Einzelfall.

Geprüft am 19. Oktober 2026. Gefunden einen Fehler? Schreiben Sie uns.

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Häufige Fragen zur LfDI BW

Unternehmen, Vereine, Selbstständige und Privatpersonen mit Sitz in Baden-Württemberg sowie die öffentlichen Stellen des Landes und der Kommunen.

Laut 41. Tätigkeitsbericht 7.673 (Vorjahr: 4.034). Beschwerden im Kalenderjahr 2025 (1. Januar bis 31. Dezember), höchster Wert der Zeitreihe seit 2017 (Vorjahr 4034). Quelle: Seite 158 des Berichts.

Im Berichtszeitraum 4.059 Meldungen nach Art. 33 DSGVO (Vorjahr: 3.559). Gemeldete Datenpannen im Kalenderjahr 2025.

Der aktuelle 41. Tätigkeitsbericht erschien im 26. März 2026. Die Berichte erscheinen üblicherweise um den März. Wir prüfen die Veröffentlichungsseite monatlich und werten neue Berichte nach demselben Schema aus.

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