Aufsicht Niedersachsen Stand:

LfD Niedersachsen: 31. Tätigkeitsbericht 2025 (2025) — Zahlen und Schwerpunkte

Der Landesbeauftragte für den Datenschutz Niedersachsen — Aufsicht über Unternehmen, Vereine und öffentliche Stellen mit Sitz in Niedersachsen.

31. Tätigkeitsbericht 2025 · Berichtsjahr 2025

Erschienen 20. August 2026 · 120 Seiten · Leitung: Denis Lehmkemper

Die Zahlen des Berichts

Jede Zahl mit wörtlichem Zitat. Ein Klick auf die Seitenzahl öffnet das PDF an der Stelle.

  • Beschwerden

    4.022

    +70 % ggü. Vorjahr

    Zählweise: Kalenderjahr 2025, öffentlicher und nicht-öffentlicher Bereich zusammen. Über 750 Beschwerden betrafen private Videoüberwachung.

    „Im Jahr 2025 gingen in unserer Behörde insgesamt 4.022 Beschwerden ein. Dies entspricht einem Anstieg von 70,4 Prozent gegenüber dem Berichtsjahr 2024, in dem uns 2.361 Beschwerden erreichten."

  • Gemeldete Datenpannen (Art. 33 DSGVO)

    1.607

    +5 % ggü. Vorjahr

    Zählweise: Meldungen nach Art. 33 DSGVO.

    „Mit 1.607 gemeldeten Datenschutzverletzungen1 betrug der Anstieg 2025 rund 5,2 Prozent, verglichen zu den 1.528 Meldungen des Jahres 2024."

  • Beratungen und Anfragen

    917

    Zählweise: Nur in der Grafik A1 „Beschwerden, Beratungen und Datenschutzverletzungen 2025“ ausgewiesen, nicht im Fließtext.

    „Beschwerden 4.022 Beratung 917"

  • Bußgeldverfahren

    34

    Zählweise: Gezählt sind erlassene Erstbescheide (Bußgeldbescheide), nicht eingeleitete Verfahren.

    „Von den 34 Erstbescheiden in Bußgeldsachen hatten zum Zeitpunkt der Berichtslegung bereits 26 Bescheide Rechtskraft erlangt."

  • Festgesetzte Bußgelder

    705 Tsd. €

    Zählweise: Gerundeter Wert („rund“); verhängt, nicht zwingend rechtskräftig.

    „Im Jahr 2025 haben wir Geldbußen in einer Gesamthöhe von rund 705.000 Euro verhängt."

  • Kontrollen und Prüfungen

    nicht ausgewiesen

    Zählweise: Im Bericht nicht als Zahl ausgewiesen.

  • Personal (Stellen/Beschäftigte)

    nicht ausgewiesen

    Zählweise: Im Bericht nicht ausgewiesen.

Beschwerden je 100.000 Einwohner im Ländervergleich

Nur Behörden mit ausgewertetem Bericht und ausgewiesener Zahl. Zählweisen unterscheiden sich.

  1. Hamburg 225,7
  2. Bremen 108,2
  3. Hessen 96,7
  4. Saarland 77,7
  5. Berlin 77,2
  6. Bayern 73,6
  7. Nordrhein-Westfalen 70,0
  8. Baden-Württemberg 68,3
  9. Brandenburg 62,7
  10. Schleswig-Holstein 62,2
  11. Mecklenburg-Vorpommern 61,6
  12. Sachsen-Anhalt 52,8
  13. Niedersachsen 50,3
  14. Sachsen 29,5
  15. Rheinland-Pfalz 26,9
  16. Thüringen 22,5

Worauf die LfD Niedersachsen schaut

  1. KI im Unternehmen und Schatten-IT

    • KI
    • Beschäftigtendatenschutz

    Der Landesbeauftragte fordert Unternehmen auf, sich mit der KI-Verordnung zu befassen, Werkzeuge sorgfältig auszuwählen, Beschäftigte zu schulen und Regeln vorzugeben. Ausdrücklich warnt er vor privaten KI-Anwendungen im Arbeitsalltag.

    „Vor der unkontrollierten Nutzung privater KI-Anwendungen im beruflichen Kontext („Schatten-IT“) warne ich."

  2. Cookie-Banner: Ablehnen muss so leicht sein wie Zustimmen

    • Werbung & Tracking

    Das Verwaltungsgericht Hannover hat am 19. März 2025 die Linie der Behörde bestätigt. Ablehnen darf keinen erheblichen Mehraufwand verursachen, und der Google Tag Manager braucht eine Einwilligung.

    „Das Verwaltungsgericht bestätigte, dass der Google Tag Manager nur eingebunden werden darf, wenn die Nutzerin oder der Nutzer dazu eingewilligt hat."

  3. Veraltete Exchange-Server

    • Datensicherheit & Datenpannen

    Das IT-Labor der Behörde sucht selbst nach Unternehmen mit ungepatchten Exchange-Servern. 2025 wurden 20 Firmen angeschrieben und zur Schließung der Lücken aufgefordert. Alle Verfahren endeten mit Verwarnungen.

    „Unser IT-Labor hatte im Jahr 2025 insgesamt 20 solcher Unternehmen identifiziert, die anschließend eine behördliche Aufforderung von uns erhielten, die Sicherheitslücken zu schließen."

  4. Unangekündigte Kontrollen von Videoanlagen im Gewerbe

    • Videoüberwachung
    • Beschäftigtendatenschutz

    Bei gemeinsamen Kontrollen mit Polizei und Zoll in Cafés, Bars, Kiosken und Spielhallen fand die Behörde fast überall Kameras. Oft waren Gästebereiche, Pausenräume oder Arbeitsplätze erfasst, häufig fehlte ein Hinweisschild.

    „Häufig waren dabei Bereiche miterfasst, in denen eine Überwachung unzulässig ist, etwa Sitzbereiche der Gäste oder Pausenräume für Beschäftigte und deren Arbeitsbereiche."

  5. Patch-Management gegen Datenpannen

    • Datensicherheit & Datenpannen

    Pannenmeldungen und Prüfungen zeigen nach Ansicht der Behörde, dass in Unternehmen oft Bewusstsein oder Mittel für wirksame IT-Sicherheit fehlen. Sie rät dringend zu konsequentem Patch-Management.

    „Ein gezielter Schutz vor Angriffen von außen – beispielsweise durch ein konsequentes Patch-Management – ist daher dringend angeraten."

Was das für Unternehmen in Niedersachsen heißt

  • Eine KI-Richtlinie aufstellen: freigegebene Werkzeuge benennen, Beschäftigte schulen, private KI-Konten für Firmendaten untersagen.
  • Im Cookie-Banner „Alles ablehnen“ auf der ersten Ebene anbieten und den Google Tag Manager erst nach Einwilligung laden.
  • Sicherheitsupdates zeitnah einspielen: Die Behörde scannt selbst nach verwundbaren Servern und schreibt Unternehmen an.
  • Kameras nicht auf Gästebereiche, Pausenräume oder Arbeitsplätze richten und ein Hinweisschild anbringen.

Unsere Einordnung aus dem Bericht, keine Rechtsberatung im Einzelfall.

Geprüft am 19. Oktober 2026. Gefunden einen Fehler? Schreiben Sie uns.

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Häufige Fragen zur LfD Niedersachsen

Aufsicht über Unternehmen, Vereine und öffentliche Stellen mit Sitz in Niedersachsen.

Laut 31. Tätigkeitsbericht 2025 4.022 (Vorjahr: 2.361). Kalenderjahr 2025, öffentlicher und nicht-öffentlicher Bereich zusammen. Über 750 Beschwerden betrafen private Videoüberwachung. Quelle: Seite 17 des Berichts.

Im Berichtszeitraum 1.607 Meldungen nach Art. 33 DSGVO (Vorjahr: 1.528). Meldungen nach Art. 33 DSGVO.

Der aktuelle 31. Tätigkeitsbericht 2025 erschien im 20. August 2026. Die Berichte erscheinen üblicherweise um den August. Wir prüfen die Veröffentlichungsseite monatlich und werten neue Berichte nach demselben Schema aus.

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