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SDTB: Tätigkeitsbericht Datenschutz 2025 (2025) — Zahlen und Schwerpunkte

Die Sächsische Datenschutz- und Transparenzbeauftragte — Aufsicht über Unternehmen, Vereine und öffentliche Stellen mit Sitz in Sachsen.

Tätigkeitsbericht Datenschutz 2025 · Berichtsjahr 2025

Erschienen März 2026 · 260 Seiten · Leitung: Dr. Juliane Hundert

Die Zahlen des Berichts

Jede Zahl mit wörtlichem Zitat. Ein Klick auf die Seitenzahl öffnet das PDF an der Stelle.

  • Beschwerden

    1.189

    Zählweise: Beschwerden Betroffener, öffentlicher und nicht-öffentlicher Bereich zusammen. Mit 442 Kontrollanregungen Dritter waren es 1.614 Eingaben (+29 % gegenüber 2024).

    „2025 erhielt ich 1.614 Eingaben, die in meinen Zuständigkeitsbereich fielen. Der Großteil – 1.189 Fälle – stammte von Personen, die ihre Rechte durch einen Datenschutzverstoß als verletzt ansahen."

  • Gemeldete Datenpannen (Art. 33 DSGVO)

    1.058

    +6 % ggü. Vorjahr

    „2025 meldeten Verantwortliche 1.058 Datenschutzverletzungen – ein Plus von knapp 6 Prozent gegenüber dem Vorjahr und abermals ein neuer Höchststand."

  • Beratungen und Anfragen

    898

    Zählweise: Nur schriftliche Beratungen; telefonische Anfragen werden nicht erfasst.

    „Mit 898 Vorgängen stieg die Anzahl um 22 Prozent gegenüber dem Vorjahr"

  • Bußgeldverfahren

    114

    Zählweise: Nur nicht-öffentlicher Bereich: 114 neue Verfahren, 210 insgesamt anhängig, 8 Bußgelder festgesetzt. Im öffentlichen Bereich kamen 47 neue Verfahren hinzu (12 Bußgelder, 7.600 Euro).

    „Im Berichtszeitraum hatte ich 114 neue Ordnungswidrigkeitenanzeigen zu verzeichnen"

  • Festgesetzte Bußgelder

    11 Tsd. €

    Zählweise: Nur nicht-öffentlicher Bereich (Tabelle 6). Im öffentlichen Bereich wurden zusätzlich 7.600 Euro Buß- und Verwarnungsgelder festgesetzt.

    „Summe festgesetzte Bußgelder in Euro 10.875"

  • Kontrollen und Prüfungen

    nicht ausgewiesen

    Zählweise: Im Bericht nicht als Zahl ausgewiesen. Die Behörde schreibt, dass ihr für anlassfreie Kontrollen die Kapazität fehlt.

  • Personal (Stellen/Beschäftigte)

    41 Stellen

    Zählweise: Planstellen laut Haushalt, nicht Köpfe.

    „Im Haushaltsjahr 2025 standen mir nach wie vor insgesamt 41 Stellen zur Verfügung."

Beschwerden je 100.000 Einwohner im Ländervergleich

Nur Behörden mit ausgewertetem Bericht und ausgewiesener Zahl. Zählweisen unterscheiden sich.

  1. Hamburg 225,7
  2. Bremen 108,2
  3. Hessen 96,7
  4. Saarland 77,7
  5. Berlin 77,2
  6. Bayern 73,6
  7. Nordrhein-Westfalen 70,0
  8. Baden-Württemberg 68,3
  9. Brandenburg 62,7
  10. Schleswig-Holstein 62,2
  11. Mecklenburg-Vorpommern 61,6
  12. Sachsen-Anhalt 52,8
  13. Niedersachsen 50,3
  14. Sachsen 29,5
  15. Rheinland-Pfalz 26,9
  16. Thüringen 22,5

Worauf die SDTB schaut

  1. 7.500 Euro Bußgeld für Rundum-Videoüberwachung in einem Restaurant

    • Videoüberwachung
    • Beschäftigtendatenschutz

    Ein Gastronomiebetrieb filmte Gastraum, Küche, Arbeitsbereiche, Außensitze und die angrenzende Fußgängerpassage und speicherte die Aufnahmen mindestens 48 Stunden. Begründet wurde das nur mit einer abstrakten Gefahrenlage. Die Behörde verhängte 7.500 Euro Bußgeld.

    „Ein Bußgeld in Höhe von 7.500 Euro betraf einen Gastronomiebetrieb"

  2. Kameras sind kein Ersatz für die Polizei

    • Videoüberwachung

    Viele Kamerabetreiber begründen das Filmen öffentlicher Bereiche damit, bei Straftaten helfen zu wollen. Die Landesbeauftragte stellt klar: Den öffentlichen Raum zu überwachen, bleibt unter engen Voraussetzungen öffentlichen Stellen vorbehalten.

    „Privatpersonen sind keine Sachwalter öffentlicher Interessen."

  3. Online-Bestellungen offen im Netz

    • Datensicherheit & Datenpannen
    • Werbung & Tracking

    Ein Sushi-Restaurant hatte über 3.000 Bestellungen mit Namen, Adresse und Zahlungsart ungeschützt auf seiner Website liegen. Suchmaschinen hatten sie indexiert. Die Behörde wertet solche Datensätze als idealen Ausgangspunkt für Phishing.

    „sondern über 3.000 Bestellungen zugänglich waren"

  4. Patientendaten auf ausgemusterten Rechnern

    • Datensicherheit & Datenpannen
    • Gesundheit

    Ein Krankenhausmitarbeiter kaufte ausgesonderte PCs und verkaufte sie weiter. Ein Käufer stellte mit einem handelsüblichen Werkzeug Röntgenbilder und Befunde wieder her. In einer Physiotherapiepraxis landete eine Festplatte mit Patientendaten im Sperrmüll.

    „mit einem handelsüblichen Recovery-Tool auf Patientendaten"

Was das für Unternehmen in Sachsen heißt

  • Kameras auf das Nötige beschränken: keine Küche, keine Arbeitsplätze, keine Gästebereiche, keine öffentlichen Gehwege.
  • Bestellungen, Kundenportale und Upload-Ordner auf öffentliche Erreichbarkeit und Suchmaschinen-Indexierung prüfen.
  • Altgeräte nur mit nachweislich gelöschten oder zerstörten Datenträgern abgeben, auch an Beschäftigte.

Unsere Einordnung aus dem Bericht, keine Rechtsberatung im Einzelfall.

Geprüft am 19. Oktober 2026. Gefunden einen Fehler? Schreiben Sie uns.

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Häufige Fragen zur SDTB

Aufsicht über Unternehmen, Vereine und öffentliche Stellen mit Sitz in Sachsen.

Laut Tätigkeitsbericht Datenschutz 2025 1.189. Beschwerden Betroffener, öffentlicher und nicht-öffentlicher Bereich zusammen. Mit 442 Kontrollanregungen Dritter waren es 1.614 Eingaben (+29 % gegenüber 2024). Quelle: Seite 184 des Berichts.

Im Berichtszeitraum 1.058 Meldungen nach Art. 33 DSGVO (Vorjahr: 1.001).

Der aktuelle Tätigkeitsbericht Datenschutz 2025 erschien im März 2026. Die Berichte erscheinen üblicherweise um den März. Wir prüfen die Veröffentlichungsseite monatlich und werten neue Berichte nach demselben Schema aus.

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